Nie mehr Lagenchaos
worten, wieviele Lagen es beim Kontrabass-
Spiel gibt? Hier herrscht Uneinigkeit, oder
besser gesagt: Chaos.
Denn während Geiger, Bratscher und Cellisten
die Lagen ihrer Instrumente nach den diatoni-
schen Skalentönen bezeichnen und damit über ein logisches System verfügen, sind alle Ver-
suche von Kontrabassisten, eine verständliche Lageneinteilung zu schaffen, gescheitert. Das hat damit zu tun, dass eine Lage bei den anderen Streichinstrumenten schlicht den Tonbereich bezeichnet, der von allen Fingern ohne Handver-
schiebung erreichbar ist. Überträgt man dieses System auf den Kontrabass, kommt man beim traditionellen Fingersatzsystem auf stattliche
nen auch als "Hochlagen" bezeichnet worden sind. Da er ab dem Daumenaufsatz gar nicht mehr gezählt hat, ist beim Spiel in den hohen Daumenlagen bis heute
bei nicht wenigen Kontrabassisten das Gefühl einer "Grauzone" geblieben.
Bei der "Nouvelle Technique" wird nicht in Lagen, sondern in Armpositionen eingeteilt. Und von diesen gibt es nur sechs, bezogen auf die gesamte Griffbrettlänge. Das vereinfacht die mentale Organisation der Töne ganz wesentlich, und zwar in allen Spielbereichen.








